KSC Sieg über Werder Bremen verdient

Der KSC als Kellerkind der Bundesliga, der schon komplett aus der 1. Liga weggedacht war, ergriff nun die letzte rechnerische Chance, um wenigstens noch auf den Relegationsplatz zu kommen. Mit einem Punkt und einem Tor Rückstand scheint dies zunächst nicht einmal unmöglich, jedoch konnte sich Karlsruhe in letzter Zeit nicht gerade mit kontinuirlichen Leistungen rühmen. Wenn Energie Cottbus und Arminia Bielefeld aber verlieren, kann schon ein Punkt reichen den Relegationsplatz zu erreichen, bei einem Unentschieden der beiden Teams muss ein Sieg her, wenn eine der beiden Mannschaften gewinnt, ist die erste Liga für Karlsruhe endgültig Vergangenheit.

Vor 39.119 Zuschauern legte Lars Stindl mit zwei Treffen in der 28. und 39. Minute den Grundstein zum Auswärtserfolg, den dritten Treffer steuerte der Georgier Alexander Iaschwili in der 55. Minute bei. Einen weiteren Treffer für den Außenseiter hatte bereits in der dritten Minute Werder-Torhüter Tim Wiese verhindert, als er einen nicht einmal schlecht geschossenen Foulelfmeter von Marco Engelhardt reaktionsschnell abwehren konnte. Hugo Almeida gelang in der 72. Minute zumindest noch der Ehrentreffer für Werder.

Ohne die verletzten Stammspieler Naldo, Per Mertesacker und Claudio Pizzaro kombinierten die Norddeutschen zwar über weite Strecken gefällig, doch in der Hintermannschaft wurde viel zu sorglos agiert. Mehrfach wurden die Badener, die zuvor in der gesamten Rückserie nur einen Auswärtstreffer erzielt hatten, zu Torschüssen gerade zu eingeladen. So scheiterte Sebastian Freis in der 18. Minute lediglich am Außenpfosten und auch in weiteren Situationen machte die durcheinander gewürfelte Defensive des DFB-Pokalfinalisten einen alles andere als geordneten Eindruck. Anders als kürzlich im Heimspiel gegen den VfL Bochum, wo man ebenfalls frühzeitig zurücklag, konnte das Team von Coach Thomas Schaaf diesmal keine Wende mehr erzwingen. Damit endete der wohl letzte Auftritt des mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu Juventus Turin wechselnden Diego vor eigenem Publikum mit einer Niederlage.

 

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